Nicht wenige Frauen sind mit ihrer Oberweite unzufrieden. Doch nur ein geringer Prozentsatz wagt den Schritt zur Schönheitsoperation. Die Angst vor Schmerzen und hässlichen Narben ist nach wie vor bei den meisten zu groß.
Eine Spritze soll nun Abhilfe schaffen. Macrolane, so heißt das neue Wundermittel, das ganz ohne lästige OP zum Traumbusen verhelfen soll. 100 Milliliter des klaren Gels werden bei dieser Behandlung pro Seite injiziert und schon ist das Dekolleté ausgefüllt. Macrolane ist eine spezielle Form der Hyaluronsäure, die den Schönheitsjunkies bereits aufgrund ihrer Verwendung in der Faltenkorrektur bekannt sein dürfte.
Ganz billig ist der neueste Schönheits-Clou jedoch nicht: 100 Milliliter kosten 1000 Euro. Hinzu kommen noch weitere 1500 für die Behandlung an sich. Wenn man bedenkt, dass sich die Substanz auch noch langfristig wieder abbaut, so sollte man es sich durchaus zweimal überlegen, ob die Spritze nun notwendig ist, oder nicht. Also für Otto-Normalverbraucher wohl eher weniger attraktiv. Doch für das kurzfristige „Pushen“ auf dem roten Teppich eigentlich ideal…oder Britney?
Für Frauen, die sich eine Brustvergrößerung wünschen, jedoch Silikonimplantate scheuen, gibt es seit kurzem möglicherweise eine adäquate und vor allem natürliche Alternative: Die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Diese Methode ist in Japan und den USA seit langem etabliert und wird dort zahlreich praktiziert. In Deutschland hingegen ist das Verfahren, bei dem Fett aus anderen Körperregionen (z.B. den Oberschenkeln) entnommen und unter die Brust gespritzt wird, noch relativ unbekannt und umstritten. Nur wenige einzelne Chirurgen beherrschen diese Methode. Hier finden Sie noch weitere Informationen zur Brustvergrößerung mit Eigenfett.
Die einzige Voraussetzung für einen Eingriff ist lediglich ein gewisses Zuviel an körpereigenem Fett. Dieses Fett wird an den jeweiligen Stellen schonend entnommen, aufbereitet und mittels der sogenannten Zwei-Kammertechnik unter die Brusthaut sowie die -drüse implantiert. Wie viel Fett genau benötigt wird, hängt von der Brustgröße, der Wunschgröße und der Hautbeschaffenheit ab. Generell werden pro Busen ca. 150-250 ml implantiert. Da ein Teil des Fettes vom Körper jedoch wieder abgebaut wird, muss zunächst eine größere Menge als gewünscht implantiert werden. Das Ergebnis soll ästhetisch und natürlich aussehen.
Ein leichter Hängebusen sowie Asymmetrien der Brust können mithilfe der Brustvergrößerung durch Eigenfett korrigiert werden. Zudem wird die Hautelastizität erhöht, so dass nach dem minimal-invasiven Eingriff keinerlei Dehnungsstreifen, Hautrisse oder Narben zu sehen sind. Darüber hinaus kommt ein gewisser 2in1-Effekt zur Geltung: Die Eigenfett-Methode, bei der die Risiken im Vergleich zur herkömmlichen Implantatbrustvergrößerung wesentlich niedriger sind, kombiniert Fettabsaugung und Brustvergrößerung zugleich.
Kritiker dieses Verfahrens weisen jedoch darauf hin, dass Gewebeteile, die in die Brust eingespritzt werden, absterben und zu Verhärtungen führen können, die bei Mammographien leicht mit Tumoren verwechselt werden. Außerdem seien, nach Meinung der Kritiker, einige Frauen von dem Ergebnis enttäuscht und hätten sich von dieser Methode mehr versprochen.
Wie in meinem Post vom 24. November (Verlosung einer Brustvergrößerung erfolgreich verhindert) berichtet, wollte eine Disco in Celle, in Zusammenarbeit mit einer Agentur, eine Brustvergrößerung in Polen unter 30 Bewerberinnen verlosen. Nachdem dies bekannt wurde, reagierte die Ärztekammer Niedersachsen mit heftigem Protest. Die Verlosung wurde schließlich durch die Wettbewerbszentrale verhindert. Als Begründung wurde angegeben, dass Operationen einem grundsätzlichen Werbeverbot unterliegen.
Um das Gewinnspiel trotzdem veranstalten zu können, wurde nach der Abmahnung anstatt einer Brustvergrößerung einfach ein Gutschein für eine Schönheitsbehandlung mit Wert von 3700 Euro verlost.
Die glückliche Gewinnerin des Gutscheins ließ sich dafür operieren. Am 28. November wurde die Brustvergrößerung in Polen durchgeführt. Zum Unglück für die Patientin gab es während der Aufwachphase anscheinend Komplikationen und die Brust ist stark deformiert. Die Gewinnerin muss sich nun nochmal nachoperieren lassen, um Schlimmeres zu vermeiden. Das Problem an der Sache ist eben nur, dass diese Nachbehandlung ca. 2000 Euro kosten dürfte. Diese Kosten muss sie nun selbst tragen, da sich die Krankenkasse, wenn überhaupt, nur an den Kosten beteiligt. Dies ist gesetzlich so geregelt. Hier festgeschrieben, dass Patienten, die erkranken, weil sie einen nicht verordneten Eingriff in Anspruch genommen haben, sich an den Kosten für die Nachbehandlung beteiligen müssen. Aber auch die Veranstalter wollen sich nicht an den Kosten für den Folgeeingriff beteiligen. Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Erst die Illegalität der Veranstaltung umschifft und dann auch noch die OP verpatzt.
Viele Frauen leiden unter ihrer zu kleinen Brust. Für viele ist das dann so schlimm, dass sie sich sogar den Gefahren eine Brustvergrößerung aussetzen. Wie in meinem letzten Post (Brust OPs sind die am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen) beschrieben, sind immerhin auch die beliebtesten Schönheitsoperationen Brustoperationen – allen voran die Brustvergrößerung.
Wer ein weinig im Internet zum Thema kleine Brust stöbert findet etliche Forenbeiträge dazu und für die meistens stellt es auch ein erhebliches Problem dar. Interessanterweise gibt es auch Männer, die darüber berichten, dass ihre Freundin oder Frau sich sehr an ihrer zu kleinen Brust stört, der Mann die Brustgröße aber okay findet und das teilweise gar nicht nachvoll ziehen kann.
Aber warum stören sich so viele Frauen eigentlich daran? Vermutlich sind daran hauptsächlich die ganzen Magazine, Fernsehse Shows, Werbung, usw. schuld. Diese Formate zeigen oft ein Idealbild der Frau, das schlicht und ergreifend unrealistisch ist. Und schließlich weiß heutzutage auch jeder, dass selbst die Fotos von Models noch nachbearbeitet werden.
Von diesem Trend profitieren aber natürlich auch die Schönheitskliniken und plastischen Chirurgen und der Markt für Brustvergrößerung boomt eben. Und das Geschäft mit der kleinen Brust ist eben auch lukrativ.
Fraglich ist dabei nur, ob ein Mensch an mehr an Charakter gewinnt, nur weil man sich die „zu kleine Brust“ vergrößern hat lassen.
Laut den Zahlen der DGPRÄC sind Brustoperationen die beliebtesten Schönheitsoperationen. Mit 22% liegen diese an der Spitze, gefolgt von Fettabsaugung, Ohrkorrektur und Gewebeunterfütterung mit jeweils 10%. Weit abgeschlagen auf Platz 10 folgt noch die Korrektur der Gynäkomastie mit 3% – die Brust-OP beim Mann.
Genau genommen handelt es sich bei einer Brust-OP nicht um eine Schönheitsoperation, sondern um einen Sammelbegriff für einzelne Schönheitsoperationen.
Folgende Brustoperationen gibt es:
- Die beliebteste Brust-OP ist die Brustvergrößerung. Dabei wird mit Hilfe eines Implantates die Brust vergrößert.
- Das Gegenteil zur Brustvergrößerung stellt die Brustverkleinerung dar. Hierbei werden Größe und Gewicht der Brust dem Körper angepasst. Auch Asymmetrien können korrigiert werden.
- Bei der Bruststraffung handelt es sich um eine Brust-OP, bei der übermäßig gedehnte Haut entfernt wird. Anschließend wird noch die Brustwarze der neuen Brustform angepasst. Unter Umständen verbindet man die Bruststraffung mit einer Brustvergrößerung.
- Bei einer Brustrekonstruktion wird eine, meist wegen Brustkrebs abgenommene, Brust wieder hergestellt. Eine solche Brust-OP kann mit Implantaten oder eigenem Gewebe durchgeführt werden.
- Bei der Korrektur der Gynäkomastie handelt es sich um eine Verkleinerung der vergrößerten männlichen Brustdrüse.
Leider geht aus den vorliegenden Zahlen nicht hervor, wie bliebt die oben genannten Brust-OPs sind. Wie weiter oben bereits erwähnt, dürfte die beliebteste Brust-OP aber die Brustvergrößerung sein.
Dass Discos versuchen, mit Sonderaktionen, Themenabenden oder Verlosungen versuchen, Partygäste anzulocken, ist an dieser Stelle nichts Neues. Was sich aber vor kurzem in einer Celler Disco abspielen sollte, ist dann doch etwas ungewöhnlich: So versuchten die Betreiber in Zusammenarbeit mit einer Agentur, einer Brustvergrößerung (alternativ auch eine Brustverkleinerung) unter 30 Bewerberinnen zu verlosen. Die Operation sollte dann in Polen statt finden. Um an der Verlosung teilnehmen zu können, mussten die Bewerberin mindestens 21 Jahre alt sein und ein Foto bereit stellen. Nach einer Vorauswahl sollte die eigentliche Verlosung unter den 10 Finalistinnen in der Disco stattfinden. Um die Brustvergrößerung zu gewinnen, sollten die Bewerberinnen verschiedene Aufgaben meistern, darunter unter anderem Tauziehen und Luftballons mit dem Mund zerbeissenzerbeißen.
Nach heftigem Protest, unter anderem von Seiten der Ärztekammer Niedersachsen, konnte die Verlosung erfolgreich durch die Wettbewerbszentrale verhindert werden. Als Grund wird angegeben, dass das Operationen einem generellen Wettbewerbsverbot unterliegen.
Besonders Problematisch problematisch sehen Mediziner dabei, dass das die Gefahren, die eine Schönheitsoperation mit sich bringt, heruntergespielt werden, da es sich eben um eine Operation handelt. So können nach der Brust OP Beschwerden, wie starke Schmerzen oder Blutungen, auftreten.
Abgesehen von den Medizinischen medizinischen Risiken, stellt sich dann aber noch die Frage, ob man mit einer größeren Brust ein besserer Mensch ist bzw. ob man an Persönlichkeit gewinnt.
Nach der erfolgreichen Abmahnung wird jetzt anstatt der Brustvergrößerung ein Gutschein für eine Schönheitsbehandlung im Wert von ca. 3700 Euro verlost. Dafür kriegt man wahrscheinlich wirklich nur in Polen eine Brust OP…
Weitere Informationen zu diesem Thema: Verlosung einer Brust-OP verboten – FAZ.de