Brust Info

Aussehen ist nicht alles…

Vorsorge ist wichtig, das weiß jeder aufgeklärte Patient. Doch Schönheit scheint manchmal wichtiger zu sein. So wie im Fall einer Patientin aus Österreich. Tausende von Euro hat sie hingeblättert, um ihre Brust zu vergrößern – Implantate sollten es sein. Und genau diese Implantate werden jetzt zum Problem:
Die Krebsvorsorge einer Frau beinhaltet laut Liezener Gebietskrankenkasse eine Mammographie. Diese wird auch von der Kasse übernommen. Doch aufgrund der Implantate reicht, laut behandelndem Arzt, eine solche Mammographie nicht mehr aus. Es sei eine Magnetresonanz notwendig, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. Und damit Frau sich wieder beruhigt über ihre Implantate freuen kann, muss natürlich diese Untersuchung durchgeführt werden. Doch für diese will die Krankenkasse in Österreich nicht aufkommen. Denn eine MR wird nur auf Verdacht durchgeführt – unabhängig davon, ob ein kosmetischer Eingriff zuvor stattgefunden hat oder nicht. Die Patientin ist empört und sieht nicht ein, die 70 Euro Mehrkosten selbst zu tragen. Interessant.

Die Frage ist: Wurde die Patientin vor der Schönheitsoperation darüber aufgeklärt, welche Risiken auch im Bereich der Vorsorge entstehen, und vor allem, welche Kosten noch auf sie zukommen könnten? Vermutlich nicht. Hätte diese Information sie von einer OP abgehalten? Vermutlich auch nicht.

Eine ganz neuartige Operationsmethode hilft Frauen, die durch Krebs ihre Brust verloren haben, wieder neuen Mut zu fassen. Der Brustaufbau erfolgte bisher mit der Einsetzung von Implantaten, welche von einem künstlichen Netz gehalten wurden. Durch dieses war jedoch die Gefahr der Abstoßungsreaktion relativ groß. Daher möchte man in Zukunft eine vollkommen neue Methode anwenden und den Brustaufbau mithilfe von Schweinehaut durchführen.

Die ledrigen Hautlappen werden aus dem Bauch des Schweines entnommen und sind in etwa handgroß. Während des Eingriffs werden die Hautlappen an den weiblichen Brustmuskel angenäht und sollen die eingesetzten Implantate halten.

Obwohl es natürlich eine etwas gewöhnungsbedürftige Methode ist, hat diese ganz klar einen großen Vorteil: die Schweinehaut wird vom menschlichen Körper mit neuen Zellen gefüllt und ganz normal durchblutet – eine Abstoßung ist daher unmöglich .

Dass Schönheitsoperationen bei unter 18-Jährigen immer beliebter werden, ist ja nichts Neues. Die beliebtesten Schönheitsoperationen in Deutschland sind Brustoperationen. Darunter fällt z.B. die Brustvergrößerung oder die Bruststraffung.
In Italien wird derzeit darüber debattiert, ob es Minderjährigen verboten werden sollte, sich einer Brustvergrößerung zu unterziehen. Als Begründung gibt die die Vize-Gesundheitsministerin, Francesca Martini, an, dass viele unter 18-Jährige die Gefahren einer Brustvergrößerung unterschätzen. Neben dem Verbot will die Regierung auch stärker über etwaige Risiken einer solchen Operation aufklären.
In den nächsten Monaten soll auch ein Register angelegt werden, in welchem sämtliche eingesetzte Brustimplantate gespeichert werden sollen. Das soll dabei helfen, besser nachvollziehen zu können, wie viel Brustvergrößerungen durchgeführt wurden und welches Material bzw. welches Implantat dabei verwendet worden ist.

Wie in meinem Post vom 24. November (Verlosung einer Brustvergrößerung erfolgreich verhindert) berichtet, wollte eine Disco in Celle, in Zusammenarbeit mit einer Agentur, eine Brustvergrößerung in Polen unter 30 Bewerberinnen verlosen. Nachdem dies bekannt wurde, reagierte die Ärztekammer Niedersachsen mit heftigem Protest. Die Verlosung wurde schließlich durch die Wettbewerbszentrale verhindert. Als Begründung wurde angegeben, dass Operationen einem grundsätzlichen Werbeverbot unterliegen.
Um das Gewinnspiel trotzdem veranstalten zu können, wurde nach der Abmahnung anstatt einer Brustvergrößerung einfach ein Gutschein für eine Schönheitsbehandlung mit Wert von 3700 Euro verlost.
Die glückliche Gewinnerin des Gutscheins ließ sich dafür operieren. Am 28. November wurde die Brustvergrößerung in Polen durchgeführt. Zum Unglück für die Patientin gab es während der Aufwachphase anscheinend Komplikationen und die Brust ist stark deformiert. Die Gewinnerin muss sich nun nochmal nachoperieren lassen, um Schlimmeres zu vermeiden. Das Problem an der Sache ist eben nur, dass diese Nachbehandlung ca. 2000 Euro kosten dürfte. Diese Kosten muss sie nun selbst tragen, da sich die Krankenkasse, wenn überhaupt, nur an den Kosten beteiligt. Dies ist gesetzlich so geregelt. Hier festgeschrieben, dass Patienten, die erkranken, weil sie einen nicht verordneten Eingriff in Anspruch genommen haben, sich an den Kosten für die Nachbehandlung beteiligen müssen. Aber auch die Veranstalter wollen sich nicht an den Kosten für den Folgeeingriff beteiligen. Dumm gelaufen, kann man nur sagen. Erst die Illegalität der Veranstaltung umschifft und dann auch noch die OP verpatzt.

Brustkrebs – für viele Frauen ein absolutes Horrorszenario. Nicht zuletzt deswegen, da weil in manchen Fällen im Laufe der Krankheit die Brust abgenommen werden muss. Patienten, denen eine Brust amputiert wurde, kann jetzt mit einer neuartigen Behandlungsmethode geholfen werden.
Wie Ärzte der Uniklinik der Ludwig-Maximilans-Universität berichteten, sei es erstmals gelungen, eine Brust mittels eigenem Brustgewebe komplett wiederherzustellen. Die 67-Jährige jährige Patientin berichtet, dass sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist sei und sich die Brust normal anfühlen würde. Bei diesem Verfahren, im Medizinerjargon Mammasplitting genannt, wird Gewebematerial von der noch bestehenden Brust entnommen. Dieses Gewebe wird anschließend dazu verwendet die andere Brust neu zu modellieren.
Bei früheren Verfahren zur Brustrekonstruktion musste entweder Gewebe aus dem Unterbauch oder dem Rücken entnommen werden, um eine Brust wiederherstellen zu können. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass es durch die großen Wunden oftmals zu Bewegungseinschränkungen für die Patientin kommen konnte. Bei einem anderen Verfahren wurde die Brust mittels Brustimplantaten wiederhergestellt.
Die Brustteilung, so nennt sich das die neuartige Methode, galt bislang als ein eher Problematisches problematisches Verfahren, da Brustgewebe eine äußerst spezielle Durchblutung aufweist und die Chirurgen deshalb besonders darauf achten mussten, keine Blutgefäße zu zerstören. Laut den Angaben der Ärzte war dies aber auch die größte Schwierigkeit bei der Operation. Trotzdem ist diese vielversprechende Methode nicht für jeden Patientenjede Patientin geeignet. Es muss genug eigenes Brustgewebe vorhanden sein, damit ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis erzielt werden kann.

Viele Frauen leiden unter ihrer zu kleinen Brust. Für viele ist das dann so schlimm, dass sie sich sogar den Gefahren eine Brustvergrößerung aussetzen. Wie in meinem letzten Post (Brust OPs sind die am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen) beschrieben, sind immerhin auch die beliebtesten Schönheitsoperationen Brustoperationen – allen voran die Brustvergrößerung.
Wer ein weinig im Internet zum Thema kleine Brust stöbert findet etliche Forenbeiträge dazu und für die meistens stellt es auch ein erhebliches Problem dar. Interessanterweise gibt es auch Männer, die darüber berichten, dass ihre Freundin oder Frau sich sehr an ihrer zu kleinen Brust stört, der Mann die Brustgröße aber okay findet und das teilweise gar nicht nachvoll ziehen kann.
Aber warum stören sich so viele Frauen eigentlich daran? Vermutlich sind daran hauptsächlich die ganzen Magazine, Fernsehse Shows, Werbung, usw. schuld. Diese Formate zeigen oft ein Idealbild der Frau, das schlicht und ergreifend unrealistisch ist. Und schließlich weiß heutzutage auch jeder, dass selbst die Fotos von Models noch nachbearbeitet werden.
Von diesem Trend profitieren aber natürlich auch die Schönheitskliniken und plastischen Chirurgen und der Markt für Brustvergrößerung boomt eben. Und das Geschäft mit der kleinen Brust ist eben auch lukrativ.
Fraglich ist dabei nur, ob ein Mensch an mehr an Charakter gewinnt, nur weil man sich die „zu kleine Brust“ vergrößern hat lassen.

Laut den Zahlen der DGPRÄC sind Brustoperationen die beliebtesten Schönheitsoperationen. Mit 22% liegen diese an der Spitze, gefolgt von Fettabsaugung, Ohrkorrektur und Gewebeunterfütterung mit jeweils 10%. Weit abgeschlagen auf Platz 10 folgt noch die Korrektur der Gynäkomastie mit 3% – die Brust-OP beim Mann.

Genau genommen handelt es sich bei einer Brust-OP nicht um eine Schönheitsoperation, sondern um einen Sammelbegriff für einzelne Schönheitsoperationen.

Folgende Brustoperationen gibt es:

  • Die beliebteste Brust-OP ist die Brustvergrößerung. Dabei wird mit Hilfe eines Implantates die Brust vergrößert.
  • Das Gegenteil zur Brustvergrößerung stellt die Brustverkleinerung dar. Hierbei werden Größe und Gewicht der Brust dem Körper angepasst. Auch Asymmetrien können korrigiert werden.
  • Bei der Bruststraffung handelt es sich um eine Brust-OP, bei der übermäßig gedehnte Haut entfernt wird. Anschließend wird noch die Brustwarze der neuen Brustform angepasst. Unter Umständen verbindet man die Bruststraffung mit einer Brustvergrößerung.
  • Bei einer Brustrekonstruktion wird eine, meist wegen Brustkrebs abgenommene, Brust wieder hergestellt. Eine solche Brust-OP kann mit Implantaten oder eigenem Gewebe durchgeführt werden.
  • Bei der Korrektur der Gynäkomastie handelt es sich um eine Verkleinerung der vergrößerten männlichen Brustdrüse.

Leider geht aus den vorliegenden Zahlen nicht hervor, wie bliebt die oben genannten Brust-OPs sind. Wie weiter oben bereits erwähnt, dürfte die beliebteste Brust-OP aber die Brustvergrößerung sein.