Nicht wenige Frauen sind mit ihrer Oberweite unzufrieden. Doch nur ein geringer Prozentsatz wagt den Schritt zur Schönheitsoperation. Die Angst vor Schmerzen und hässlichen Narben ist nach wie vor bei den meisten zu groß.
Eine Spritze soll nun Abhilfe schaffen. Macrolane, so heißt das neue Wundermittel, das ganz ohne lästige OP zum Traumbusen verhelfen soll. 100 Milliliter des klaren Gels werden bei dieser Behandlung pro Seite injiziert und schon ist das Dekolleté ausgefüllt. Macrolane ist eine spezielle Form der Hyaluronsäure, die den Schönheitsjunkies bereits aufgrund ihrer Verwendung in der Faltenkorrektur bekannt sein dürfte.
Ganz billig ist der neueste Schönheits-Clou jedoch nicht: 100 Milliliter kosten 1000 Euro. Hinzu kommen noch weitere 1500 für die Behandlung an sich. Wenn man bedenkt, dass sich die Substanz auch noch langfristig wieder abbaut, so sollte man es sich durchaus zweimal überlegen, ob die Spritze nun notwendig ist, oder nicht. Also für Otto-Normalverbraucher wohl eher weniger attraktiv. Doch für das kurzfristige „Pushen“ auf dem roten Teppich eigentlich ideal…oder Britney?
Vorsorge ist wichtig, das weiß jeder aufgeklärte Patient. Doch Schönheit scheint manchmal wichtiger zu sein. So wie im Fall einer Patientin aus Österreich. Tausende von Euro hat sie hingeblättert, um ihre Brust zu vergrößern – Implantate sollten es sein. Und genau diese Implantate werden jetzt zum Problem:
Die Krebsvorsorge einer Frau beinhaltet laut Liezener Gebietskrankenkasse eine Mammographie. Diese wird auch von der Kasse übernommen. Doch aufgrund der Implantate reicht, laut behandelndem Arzt, eine solche Mammographie nicht mehr aus. Es sei eine Magnetresonanz notwendig, um eine gesicherte Diagnose zu stellen. Und damit Frau sich wieder beruhigt über ihre Implantate freuen kann, muss natürlich diese Untersuchung durchgeführt werden. Doch für diese will die Krankenkasse in Österreich nicht aufkommen. Denn eine MR wird nur auf Verdacht durchgeführt – unabhängig davon, ob ein kosmetischer Eingriff zuvor stattgefunden hat oder nicht. Die Patientin ist empört und sieht nicht ein, die 70 Euro Mehrkosten selbst zu tragen. Interessant.
Die Frage ist: Wurde die Patientin vor der Schönheitsoperation darüber aufgeklärt, welche Risiken auch im Bereich der Vorsorge entstehen, und vor allem, welche Kosten noch auf sie zukommen könnten? Vermutlich nicht. Hätte diese Information sie von einer OP abgehalten? Vermutlich auch nicht.
Laut einer aktuellen Studie aus Großbritannien ließen sich dort 2009, im Vergleich zum vorherigen Jahr, 80% mehr Männer einer Brustverkleinerung unterziehen. Einen ähnlichen Trend kann man auch in Deutschland verzeichnen- hier zu Lande stieg die Beliebtheit einer Brustreduktion um mehr als die Hälfte an.
Sicherlich fragt man sich, warum so viele Männer ein Problem mit überschüssigem Brustgewebe haben. Plastische Chirurgen haben dafür eine ganz eindeutige Erklärung: die Fitnesswelle der 90-er Jahre, die mit unkontrollierten Doping zusammenhing. Die negativen Folgen des Dopingkonsums sind dementsprechend nicht nur gesundheitlich enorm, sondern auch äußerlich. Ausgelöst von den hormonellen Inhaltsstoffen kommt es zu einer ausgeprägten Vergrößerung der männlichen Brust, die in ihrer Ausformung der weiblichen Brust sehr ähnelt. Nachdem die zuvor muskulösen Körper mit dem Alter nun abbauen, bleibt eine unnatürliche Männerbrust zurück.
Generell ist auffällig, dass die Bereitschaft für Schönheitsoperationen bei Männern in den letzten Jahren stark gestiegen ist- den ersten Platz halten hier vor allem Korrekturen an den Tränensäcken.
Letztendlich kann man also feststellen, dass Männer nicht nur auf eine schöne weibliche Brust Wert legen, sondern auch auf ihre eigene.
Eine ganz neuartige Operationsmethode hilft Frauen, die durch Krebs ihre Brust verloren haben, wieder neuen Mut zu fassen. Der Brustaufbau erfolgte bisher mit der Einsetzung von Implantaten, welche von einem künstlichen Netz gehalten wurden. Durch dieses war jedoch die Gefahr der Abstoßungsreaktion relativ groß. Daher möchte man in Zukunft eine vollkommen neue Methode anwenden und den Brustaufbau mithilfe von Schweinehaut durchführen.
Die ledrigen Hautlappen werden aus dem Bauch des Schweines entnommen und sind in etwa handgroß. Während des Eingriffs werden die Hautlappen an den weiblichen Brustmuskel angenäht und sollen die eingesetzten Implantate halten.
Obwohl es natürlich eine etwas gewöhnungsbedürftige Methode ist, hat diese ganz klar einen großen Vorteil: die Schweinehaut wird vom menschlichen Körper mit neuen Zellen gefüllt und ganz normal durchblutet – eine Abstoßung ist daher unmöglich .
Für Frauen, die sich eine Brustvergrößerung wünschen, jedoch Silikonimplantate scheuen, gibt es seit kurzem möglicherweise eine adäquate und vor allem natürliche Alternative: Die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Diese Methode ist in Japan und den USA seit langem etabliert und wird dort zahlreich praktiziert. In Deutschland hingegen ist das Verfahren, bei dem Fett aus anderen Körperregionen (z.B. den Oberschenkeln) entnommen und unter die Brust gespritzt wird, noch relativ unbekannt und umstritten. Nur wenige einzelne Chirurgen beherrschen diese Methode. Hier finden Sie noch weitere Informationen zur Brustvergrößerung mit Eigenfett.
Die einzige Voraussetzung für einen Eingriff ist lediglich ein gewisses Zuviel an körpereigenem Fett. Dieses Fett wird an den jeweiligen Stellen schonend entnommen, aufbereitet und mittels der sogenannten Zwei-Kammertechnik unter die Brusthaut sowie die -drüse implantiert. Wie viel Fett genau benötigt wird, hängt von der Brustgröße, der Wunschgröße und der Hautbeschaffenheit ab. Generell werden pro Busen ca. 150-250 ml implantiert. Da ein Teil des Fettes vom Körper jedoch wieder abgebaut wird, muss zunächst eine größere Menge als gewünscht implantiert werden. Das Ergebnis soll ästhetisch und natürlich aussehen.
Ein leichter Hängebusen sowie Asymmetrien der Brust können mithilfe der Brustvergrößerung durch Eigenfett korrigiert werden. Zudem wird die Hautelastizität erhöht, so dass nach dem minimal-invasiven Eingriff keinerlei Dehnungsstreifen, Hautrisse oder Narben zu sehen sind. Darüber hinaus kommt ein gewisser 2in1-Effekt zur Geltung: Die Eigenfett-Methode, bei der die Risiken im Vergleich zur herkömmlichen Implantatbrustvergrößerung wesentlich niedriger sind, kombiniert Fettabsaugung und Brustvergrößerung zugleich.
Kritiker dieses Verfahrens weisen jedoch darauf hin, dass Gewebeteile, die in die Brust eingespritzt werden, absterben und zu Verhärtungen führen können, die bei Mammographien leicht mit Tumoren verwechselt werden. Außerdem seien, nach Meinung der Kritiker, einige Frauen von dem Ergebnis enttäuscht und hätten sich von dieser Methode mehr versprochen.
Solange Magnano, frühere Miss Argentinien und eine der schönsten Frauen Südamerikas, ist im Alter von 38 Jahren in einer Klinik in Buenos Aires an den Folgen einer Gesäßstraffung verstorben.
Nach dem Eingriff hatte sich ihr Gesundheitszustand rapide verschlechtert, bis sie dann auf der Intensivstation den Folgen einer Lungenembolie erlag. Sie hinterlässt 2 Kinder und ihren Ehemann.
Experten raten zur Vorsicht bei Eingriffen zur Vollnarkose, da es immer zu Komplikationen kommen kann.
Zeitgleich diskutieren heute Abgeordnete im Bundestag über gesundheitliche Folgen von Schönheitsoperationen. Es finden ca. 1 Million solcher Operationen im Jahr statt, wobei die Zahl der Jugendlichen unter 20 Jahren rapide angestiegen ist.
Dass Schönheit als so wichtig empfunden wird, auch wenn sie das Leben kosten kann?
Für viele Frauen ist diese Vorstellung ein Traum: Nie wieder drückende oder zwickende BHs, nie wieder das lästige Suchen nach der richtigen BH-Größe. Auch Oberteile, bei denen die Träger zu sehen sind, könnten in Zukunft passé sein.
Der israelische Schönheitschirurg Dr. Eyal Gur, Leiter der Mikrochirurgie am Tel Aviv Ichilov Hospital, könnte diesen Traum vieler Frauen bald Wahrheit werden lassen. Er hat nämlich den so genannten „Cup & Up“ erfunden, den belgische Chirurgen nun erstmals einer Frau erfolgreich implantierten. Diesen „Cup & Up“ kann man sich wie einen inneren BH aus Silikon vorstellen. Dieser wird bei einem operativen Eingriff, der lediglich unter Lokalanästhesie stattfindet, eingesetzt. Die Implantation sei laut Gur dabei günstiger und weitaus weniger schmerzhaft als das Einsetzen von Brustimplantaten. Zudem dauere der Eingriff nur etwa 40 Minuten (zum Vergleich: eine herkömmliche Bruststraffung dauert etwa drei Stunden) und fände unter Lokalanästhesie statt, was die darauffolgende Erholungsperiode deutlich verkürze. Darüber hinaus sei es „eine dauerhafte und vor allem natürlich aussehende Lösung“, so Gur. Der Silikon-BH halte ein Leben lang. Lediglich eine minimale Nach-OP nach ca. zehn Jahren sei eventuell möglich, sofern der Träger unter der Last nachgibt. Der eigentliche Träger wird bei dem Eingriff mithilfe von Titanschrauben an den Rippen befestigt.
Diese Methode wird von dem israelischen Unternehmen Orbix medical, welches den Produktverkauf – bei einer Genehmigung der EU – binnen der kommenden Jahre auf Europa ausweiten möchte, vertrieben.
Viele Frauen leiden unter zu kleinen Brüsten, können sich eine Brustoperation aber nicht leisten. Eine günstige, jedoch fragwürdige Methode aus Großbritannien könnte nun weiterhelfen.
Der britische Hypnotiseur David Knight verspricht Frauen eine Vergrößerung der Brüste durch Hypnose. Wie der Wunderheiler in der englischen Tageszeitung „The Sun“ verriet, soll die Erfolgsquote bei rund 85 Prozent liegen. „Jede Damenbrust wurde durch die Kraft der Gedanken zum Wachsen angeregt, sie wächst durch Gedanken, sie baut sich auf durch Gedanken. Das ist eine Tatsache“, gibt sich Knight selbstbewusst und bietet sogar eine Geldzurückgarantie bei ausbleibendem Erfolg an. Die Brüste seiner Klientinnen sollen zum Teil sogar bis um eine Körbchengröße gewachsen sein.
Aber ist das wirklich möglich? Hier scheiden sich die Geister: Einige stehen dem skeptisch gegenüber und glauben keineswegs an Knights Methode. Weshalb gäbe es denn dann noch teure Brustvergrößerungsoperationen?
Andererseits wollen viele Frauen, die sich einer solchen „Hypnosebehandlung“ unterzogen haben, ein Anwachsen ihrer Brüste bemerkt haben und befürworten sie. Da durch eine Hypnose der Hormonhaushalt beeinflusst werden kann, soll eine Hypnose die Brüste tatsächlich zum Wachsen bringen können.
Ob diese Methode ernsthaft Erfolg bringt, ist nicht eindeutig zu beantworten. Von Ärzten gibt es bislang keine direkte Stellungnahme zu diesem Thema. Daher mein Ratschlag: Wer wirklich daran glaubt, sollte es doch einfach mal selbst ausprobieren.
Unlängst war sie noch ein Privileg der Berühmten und Wohlhabenden, doch heutzutage wird sie auch immer mehr von Normalbürgern in Anspruch genommen. Sie wird genutzt, da die Menschen – unabhängig von Alter und Standeszugehörigkeit – immer mehr dem Schönheitsideal entsprechen wollen. Die Rede ist von plastischer Chirurgie, deren Anfang – wie man möglicherweise nicht vermuten würde – weit in die Vergangenheit zurückgeht.
Obwohl der Forschungsstand nicht vollkommen eindeutig ist, waren einigen Quellen zufolge plastische Eingriffe bereits im Altertum Gang und Gebe. Wie Mumienfunde belegen, nähten Chirurgen aus dem alten Ägypten (ca. 1350 v. Chr.) bereits Ohren wieder an.
In Indien wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. erstmals Eingriffe vorgenommen, die zum Begriff der Rhinoplastik (Nasenoperationen) zählen. Kriegsgefangene und Verbrecher wurden als Strafe Nasenamputationen unterzogen. Durch eine Nasenzusatzoperation, die gegenwärtig noch immer den Namen „indischer Lappen“ trägt, erlangten sie jedoch durch eine neue Nase aus ihren Stirnlappen eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft.
Im Mittelalter entdeckte der Italiener Gaspare Tagliacozzi (1546-1599) erstmals eine weitere Möglichkeit für die Nasenwiederherstellung, indem er Lappen aus dem Oberarm transplantierte.
Im 19. Jahrhundert erlebte die Chirurgie durch naturwissenschaftliche und anatomische Fortschritte sowie infolge der Industriellen Revolution und des Ersten Weltkriegs quasi einen „Boom“. Die riesige Anzahl an Arbeits- und Kriegsverletzungen ließ die Zahl der plastischen Operationen drastisch in die Höhe schnellen. Und als 1961 das erste Silikonbrustimplantat gesetzt wurde, war der Durchbruch der plastischen Chirurgie endgültig besiegelt.
Neben dem Rekonstruktionsaspekt rückte allmählich die Ästhetik in den Vordergrund. Mittlerweile liegt die Aufgabe der plastischen Chirurgen nicht mehr nur darin, Unfallfolgen zu behandeln; sie sollen ihren Patienten, die sich reihenweise unters Messer legen, vielmehr zu der Schönheit verhelfen, nach der sie streben.
Die Internationale Gesellschaft für Ästhetische Medizin e.V. (IGÄM) will aktiv gegen Behandlungsfehler bei Schönheitsoperationen vorgehen. Zu diesem Zweck hat sich die IGÄM von der Dekra nach strengen Regeln zertifizieren lassen. Dies ermöglicht der IGÄM, Gütesiegel zu vergeben, welche hochqualitative Leistungen seitens der Ärzte bescheinigen.
Ärzte, welche dieses Gütesiegel erhalten wollen, müssen sich an strenge Richtlinien halten. Dazu zählen unter anderem, dass sie für Brustoperationen keine schädlichen Implantate verwenden, oder dass sie Standardoperationsmethoden beherrschen müssen.
Von diesem neuen Gütesiegel profitiert vor allem der Patient. Zum einen wird durch das Siegel bestätigt, dass der behandelnde Chirurg über die nötigen Qualifikationen verfügt, zum anderen bescheinigt es aber auch, dass der Arzt eine bestimmte Anzahl an bestimmten Operationen durchgeführt hat.
Prof. Dr. Dr. Mang, Präsident der IGÄM, ist besonders Stolz auf das Zertifikat und nahm seine Gütesiegel bereits im November entgegen.